Disziplinen

Kanu-Slalom

Der Kanu-Slalom ist neben der Kanu-Regatta die älteste Wettkampfdisziplin des Kanusports. Er hat seinen Ursprung in der Schweiz, wo bereits im Jahr 1932 die ersten Wettkämpfe ausgetragen wurden. Ursprünglich als Flachwassertest für das Fahren auf Wildwasser gedacht, wurden die Wettkämpfe bald auf schnellen und hindernisreichen Gewässern ausgetragen.
Beim Kanu-Slalom müssen die Wettkämpferinnen und Wettkämpfer auf einer Wildwasserstrecke von 250–400 Metern 18–25 Tore möglichst ohne Berührungen durchfahren. Dabei werden Abwärts- und Aufwärtstore unterschieden, die entweder mit oder gegen die Hauptströmungsrichtung durchquert werden müssen. Torberührungen werden dabei mit 2, das Auslassen eines Tors mit 50 Strafsekunden geahndet. Mehrere Torrichter, die entlang der Strecke postiert sind, notieren sich alle Fehler der Wettkämpferinnen und Wettkämpfer. Die ermittelten Strafpunkte werden zur Laufzeit hinzuaddiert. Der bessere Lauf zählt dann für die Rangliste.
Seit 1992 ist der Kanu-Slalom fester Bestandteil des olympischen Programms. Im Jahr 2000 war der WVZ durch Mathias Röthenmund an den Olympischen Spielen in Athen vertreten.

Wildwasser-Abfahrt

Die Wildwasser-Abfahrt wird mit sehr langen und schmalen Booten auf teilweise sehr schwierigem Wildwasser bestritten. Dabei muss eine etwa 4–8 Kilometer lange Strecke in möglichst kurzer Zeit befahren werden. Die kippligen, aber sehr schnellen Boote in den Wellen und Walzen unter Kontrolle zu halten und dabei die schnellste Linie in der reissenden Strömung zu finden: Darin liegt die Herausforderung in der Wildwasser-Abfahrt. Neben einer guten Kondition werden dem Wettkämpfer vor allem Bootsgefühl und Strömungskenntnisse abverlangt.

Kanu-Regatta

Kanu-Regatten werden auf Flachwasser (Seen oder künstliche Regattastrecken) über Kurz-, Mittel- und Langstrecken ausgetragen. Die üblichen Strecken sind 500, 1000 und 10 000 Meter. In der Regel starten neun Boote gleichzeitig. Kanu-Regatta ist seit 1936 olympisch.
Neben dem am meisten verbreiteten Kajak-Einer (K-1) kennt man auch das Zweier- (K-2) und das Viererkajak (K-4) sowie den Canadier-Einer (C-1), den Canadier-Zweier (C-2) und auch den Canadier-Vierer (C-4).

Kanu-Polo

Kanu-Polo ist ein Mannschaftsspiel. Zwei Gruppen mit je 5 Spielern kämpfen im Kurzboot gegeneinander. Vom Spieler muss der Ball von Hand ins Tor geworfen werden. Dieses ist 1 Meter hoch und 1,5 Meter breit und hängt 2 Meter über dem Wasser. Das Spielfeld ist rechteckig mit einem Seitenverhältnis von 3 zu 2, die Länge beträgt 25–50 Meter). Ein Spiel dauert 2-mal 10 Minuten. Die ersten Weltmeisterschaften fanden 1994 in Sheffield (Grossbritannien) statt.

Freestyle

Beim Freestyle, früher Kanu-Rodeo genannt, zeigt der Fahrer in einer Wasserwalze verschiedene akrobatische Figuren (engl.: moves), die von Schiedsrichtern bewertet werden. Seinen Ursprung hat Freestyle im Playboating (Spielbootfahren), wo nicht die Befahrung eines Flussabschnitts im Vordergrund steht, sondern das Spielen in einer Walze oder einer stehenden Welle. Freestyle begann erst in den 1980er-Jahren. 2007 fand in Ottawa (Kanada) die erste offizielle Weltmeisterschaft statt.

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Über den WVZ

Der Wasserfahrverein Zürich (WVZ) ist ein aktiver Kanuverein. Seine 230 Mitglieder umfassen alle Alterskategorien und beide Geschlechter. Der WVZ ist Mitglied beim Schweizerischen Kanu-Verband (SKV), beim Zürcher Kantonalen Kanuverband, bei der Interessengemeinschaft Wassersport Zürich, beim Verein zur Verhinderung sexueller Ausbeutung von Kindern im Sport (VERSA) und bei der Interessengemeinschaft der Kanuvereine Zürichs (IG Kanu).